Indianerflöten, Spielweise & Design

Indianerflöten - Spielweise & Design

Der Vogelfetisch

Detailbild_Der Vogelfetisch

Die Flöten sind nach verschiedenen Raubvögeln Nordamerikas benannt. Der kunstvoll gestaltete Vogelfetisch oben auf der Flöte verleiht ihr eine symbolhafte Verbindung zu dem jeweiligen Tier und übernimmt darüber hinaus für die Tonbildung eine wichtige Funktion. Die Luft wird vom Mundstück bis unter den Vogelfetisch geleitet. Dort wird sie durch den engen Gang zwischen Vogel und Flötenkörper komprimiert und beim Austritt an der Kehle des Vogels über das Labium geschickt.
Tipp: Die Flöte sollte immer waagerecht gehalten werden, da sich sonst in der Anblasöffnung vor dem Vogelfetisch Atemfeuchtigkeit sammelt, das Loch verstopft und der Ton erlischt. Zum Reinigen kann der Vogel Richtung Anblasloch geschoben werden, um die Öffnungen freizumachen. Flötenreiniger von beiden Seiten ansetzen.

 

Flötenspieler_mit_aufrechter_Haltung

Spieltechnik

Für den Anfänger lassen sich die Flöten mit nur 5 Löchern in einer intuitiven Moll-Pentatonik spielen - ein zusätzliches 6. Loch bleibt dabei mit einem Lederbändchen abgedeckt. Wird dieses 6. Loch zusätzlich geöffnet, steht dem anspruchsvollem Spieler eine diatonische Tonreihe zur Verfügung, die mit der Grifftabelle in der mitgelieferten Anleitung einstudiert werden kann.

Die Flöten haben den weichen Klangcharakter einer Querföte, lassen sich aber so einfach wie eine normale Blockflöte spielen. Die hohe kunsthandwerkliche Verarbeitung der Flöten sowie ihr Aufforderungscharakter machen es auch dem Anfänger leicht zu improvisieren.

Anregungen und Spieltips finden sie auf der beigelegten DVD (außer bei den Pocket Flutes) und auf YouTube

 

Zusammenhang von Klang und Holzart

High Spirits verwendet hauptsächlich drei verschiedene Holzarten:

Nussbaumholz ist hart und verleiht dem Klang der Flöte eine reine Klarheit mit viel Brillianz. (Die Härte des Holzes macht das Instrument auch unempfindlicher gegen Stöße und Kratzer)
Aromatisches Zedernholz liefert dagegen ein weicheres Holz was einerseits einen warmen, weichen Ton in den Tiefen und gleichzeitig in den Höhen einen klaren Ton erzeugt.
Spanisches Zedernholz ist weich und verleiht dem Ton entsprechend Wärme.

Die Flöten werden mit einem natürlichem Öl mehrfach eingelassen und bekommen dadurch diese besondere glänzende Oberfläche. Mit Ausnahme der beiden Pocketflöten: diese sind nur einmal geölt und ihre Oberfläche erscheint natürlich matt.

 

Doppelte und dreifache Indianerflöten

Doppelflöte

Bei Doppel- und Dreifachflöten ist ein Rohr wie die normale einfache Flöte, das zweite (und dritte) Rohr spielt den Grundton, der immer bordun mitklingt. Dadurch wirkt es so, als ob zwei Flöten gleichzeitig spielen. Wahlweise mit 5 oder 6 Tönen spielbar. Die dreifache Flöte bietet noch zusätzliche Modulationsmöglichkeiten.

 

Hinweis von High Spirits zu Flöten aus Zedernholz:

Detailbild_Indianerfloete_mit_tuerkiser_Einlegearbeit

"Die letzte Lieferung von Zedern Holz, die wir erhielten, weist weit mehr Knoten auf als bisherige Lieferungen. Aromatische Zeder ist das bei weitem populärste Tonholz das wir verwenden. Die Herausforderung ist nun, nicht die Hälfte des wertvollen Holzes wegzuwerfen bei dem Versuch alle Knoten und Haarrisse herauszuschneiden, um einwandfreies Flötenholz herauszubekommen. Wir geben uns große Mühe so viel wie möglich von dem wunderschönen Holz zu nutzen. Für uns ist es nicht nur eine Frage von Geld, sondern unserem Bewusstsein gegenüber Abfall und Umwelt. Eine gute Lösung ist seit langem instabile Knoten oder Löcher mit Türkisen zu füllen. Türkise gelten unter den meisten der Indigenen Amerikanischen Stämme als heilige Steine. Seit dem wir diese Einlegearbeiten anwenden machen wir ein interessantes Erlebnis: Die meisten unserer erfahrenen Kunden (sogar in Europa) wertschätzen diese türkisen Effekte, denn sie geben der Flöte einerseits einen individuellen Charakter und andererseits sind sie damit auch noch mal mehr mit der Tradition der Nordamerikanischen Indianer verbunden."